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LSV in Frankreich

Markus Gutmann und Henrik Heinz starteten vergangene Woche in den Französischen Alpen zu einem atemberaubenden Streckensegelflug über 685 km Länge. Er führte sie von Frankreich über Italien bis in die Schweiz und wieder zurück zum Startplatz.

Flugplatz Serres La Batie am 09.08.2020 morgens um 6 Uhr. Die beiden Piloten reihten ihre Segelflugzeuge an besagtem Tag voller Optimismus ganz früh in die Startaufstellung ein um beim einsetzen der ersten Aufwinde als erste in die Luft zu kommen. Wer zuerst auf der Piste steht, hat das Privileg als erstes starten zu dürfen, denn nur wenn man die maximale Flugzeit eines Tages ausnutzt, kann man ganz große Strecken fliegen. Täglich um 10 Uhr findet am Flugplatz ein obligatorisches Wetterbriefing durch den Streckenflugweltrekordhalter Klaus Ohlmann statt. Auch er hielt das Vorhaben der beiden an diesem Tag für machbar und gab noch einige hilfreiche Tips zur Wahl des besten Flugweges. Gute Ortskenntnisse sind in den Bergen Gold wert, die hat Klaus zur genüge durch seine großen Flüge gesammelt. Danach ging es dann zu den Flugzeugen um die letzten Flugvorbereitungen zu treffen.

Mit der Startnummer 1 (Markus Gutmann-DG 100) und der Startnummer 2 (Henrik Heinz-ASW 20) ging es dann etwas später als erwartet, um 11:25 Ortszeit in die Luft. Mit dem Vorhaben das Matterhorn im Segelflugzeug zu umfliegen, ging es nun im Flugzeugschlepp, hinter 2 Motorflugzeugen bis hoch auf 800m Ausklinkhöhe an den Hausberg vom Flugplatz Serres.

Jetzt hieß es direkt auf Strecke gehen und keine Zeit verschenken. Allerdings mussten sie den ersten Schenkel nach Südosten fliegen, da es um diese Zeit noch nicht hoch genug geht um die hohen Pässe zu springen. Auf Kurs Südost erreichten sie gegen 14:15 bei Nizza das Mittelmeer, dann war das Wetter auch gut genug um endlich auf Nordkurs über Barcelonette in die ganz hohen Berge einzusteigen. Man wollte ja noch über Italien bis in die Schweiz zum Wendepunkt Matterhorn und dann auch nochmal zurück zum Startplatz fliegen.

Es lief alles wie geplant, das Duo konnte Stück für Stück bis auf 4600m Höhe aufsteigen und alle Hindernisse problemlos überfliegen. Um 17 Uhr wurde das breite Aostatal(Italien) in 4500m überquert und um 17:30 umflogen die beiden Segelflugzeuge das Matterhorn in 4400m MSL, also etwas unterhalb des Gipfels.

Das große Ziel „Matterhorn“ war nun geschafft, doch es war ja zwischenzeitlich auch schon 17:30 und um wieder auf dem Startplatz Serres zu Landen, sollten noch 240 Streckenkilometer über 2 hohe Pässe gemeistert werden. Dass das Sportlich wird, wussten die beiden ganz genau, denn die Aufwindsituation wird gegen Abend meist nicht besser. Getreu dem Motto „Wer nicht wagt, der nicht gewinnt“ flogen Gutmann und Heinz direkt auf Kurs durch die Berge in Richtung Heimatflugplatz.

Das klappte auch die nächsten 150 km erstaunlich gut, doch 90km vor dem Ziel wurde es nochmal spannend. Sie mussten bei St.Crepin zuerst mal mit viel Geduld die benötigte Endanflughöhe erkreisen um sicher noch die letzten Kilometer Flugweg zu meistern. Nach 40 Minuten Kampf war es um 20 Uhr geschafft, jetzt geht es weiter auf die letzten paar Kilometer bis nachhause. Um 21:05 Uhr (15min nach sunset) landeten die beiden Segler nach 9Std.35min Flugzeit und 685km zurückgelegter Strecke wieder am Ausgangspunkt. Die beiden freuten sich über die unbeschreiblichen Eindrücke dieses Flugtages, von den 685 Kilometern zurückgelegter Strecke im Segelflug mal ganz abgesehen.

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